Prophezeiungen
Eine esoterische Deutung des
Phänomens
von Elias Erdmann
Teil 3
e-Mail: elias.erdmann@gmx.de
Homepage: http://www.elias-erdmann.tk/
Die drei Geheimnisse von Fatima
Einige Phasen aus dem Zyklus der Seele sind in den drei Geheimnissen von Fatima enthalten, wobei die Schilderung hier auf der materiellen Ebene beginnt. Vor allem im dritten Geheimnis, dessen Echtheit von „Experten“ aus der Prophezeiungsszene immer wieder angezweifelt wurde, ist diese Symbolsprache sogar besonders deutlich und signifikant, so dass ich von der Echtheit ausgehe.
Grundsätzlich fällt auf, dass es drei Geheimnisse sind, die in ihrer Struktur durchaus zu den drei Hauptebenen der Dreifachkreuz-Symbolik passen. Die Visionen führen von der Hölle in der ersten Vision über die zweite Vision schließlich zu der Himmelsvision im 3. Geheimnis und dort kommt es erneut zum „Tod“. Der Weg führt damit also wieder zurück in die Materie.
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3. Geheimnis |
geistige Ebene |
Himmels-Vision |
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2. Geheimnis |
seelische Ebene |
? |
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1. Geheimnis |
materielle Ebene |
Höllen-Vision |
In der ersten Erscheinung wird gesagt, dass „unsere himmlischen Mutter ... versprochen hatte, uns in den Himmel zu führen“ Es wäre daher sicherlich falsch, die späteren Teile auch als „Höllenvisionen“ oder als Visionen einer irdischen Zukunft zu interpretieren, sondern das dritte Geheimnis ist ganz eindeutig eine Himmelsvision.
Leider ist das zweite Geheimnis so gut wie nicht verwendbar, denn der Text wurde 1941 und somit erst einige Jahre nach der Vision von 1917 veröffentlicht. Der zweite Weltkrieg, der angeblich in diesem Text prophezeit wurde, lag also zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Zukunft und so entsteht der Eindruck, dass die aktuellen Ereignisse durch klerikale Kreise damals regelrecht in die Vision hinein interpretiert wurden, um den Kampf gegen den Kommunismus theologisch zu legitimieren.
Das erste Geheimnis – die Höllenvision
Feuer symbolisiert den „Antrieb“. In der Symbolik der Visionen werden üblicherweise zwei unterschiedliche Arten von Feuer unterschieden: das Höllenfeuer in der Erde und das himmlische Feuer, das auf die Erde fällt. Das entspricht durchaus den zwei unterschiedlichen Antrieben des Menschen: dem auf irdische Dinge ausgerichteten Antrieb und der göttlichen Inspiration, die uns leitet. Es geht hier in der Vision nicht um eine Hölle, in die wir später kommen, wenn wir hier nicht brav sind, sondern hier wird symbolisch ein Zustand beschrieben, in dem sich der Mensch befindet, dessen Denken nur auf irdische Dinge ausgerichtet ist.
Unsere Liebe Frau zeigte uns ein großes Feuermeer, das in der Tiefe der Erde zu sein schien. Eingetaucht in dieses Feuer sahen wir die Teufel und die Seelen, als seien es durchsichtige schwarze oder braune, glühende Kohlen in menschlicher Gestalt. Sie trieben im Feuer dahin, empor geworfen von den Flammen, die aus ihnen selber zusammen mit Rauchwolken hervorbrachen. Sie fielen nach allen Richtungen, wie Funken bei gewaltigen Bränden, ohne Schwere und Gleichgewicht, unter Schmerzensgeheul und Verzweiflungsschreie, die einen vor Entsetzen erbeben und erstarren ließen. Die Teufel waren gezeichnet durch eine schreckliche und grauenvolle Gestalt von scheußlichen, unbekannten Tieren, aber auch sie waren durchsichtig und schwarz.
Wir können den Text sogar fast wörtlich aus der Symbolsprache rückübersetzen: Feuer = Trieb, tief in der Erde = in der materiellen Welt, eingetaucht in das Feuer = beherrscht von diesem Trieb, u.s.w. In der Übersetzung haben wir damit folgenden Inhalt:
Unsere Liebe Frau zeigte uns eine große Menge Triebhaftigkeit, die in der materiellen Welt zu sein schien. Beherrscht von diesem Trieb sahen wir die Seelen. Sie trieben vom Trieb gesteuert dahin. Sie fielen willenlos nach allen Richtungen, wie Funken bei gewaltigen Bränden, aber sie litten unter ihrem Schicksal, das einen vor Entsetzen erbeben und erstarren ließ.
Wir haben also hier in einer sehr drastischen und überzeichneten Symbolsprache eine Schilderung des Menschen in der materiellen Welt gefangen zwischen Trieb und Leid.
Diese Vision dauerte nur einen Augenblick. Dank sei unserer himmlischen Mutter, die uns vorher versprochen hatte, uns in den Himmel zu führen. (In der ersten Erscheinung) Wäre das nicht so gewesen, dann glaube ich, wären wir vor Schrecken und Entsetzen gestorben.
Das zweite Geheimnis
Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott in der Welt die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein. Der Krieg wird ein Ende nehmen. Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XII. ein anderer, schlimmerer Krieg beginnen. Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, dass Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden
Papst Pius XII war im Amt vom 1939 bis 1958. In dieser Zeit gab es tatsächlich den zweiten Weltkrieg. Der Name des Papstes steht aber erstaunlich präzise in diesem Text drin, obwohl der Text doch sonst sehr unscharf formuliert ist. Nach dem Hinweis, dass die Veröffentlichung des Textes erst 1941 war, haben wir hier vermutlich eine Prophezeiung, die unter dem Eindruck der aktuellen Ereignisse angepasst wurde und vermutlich nicht den ursprünglichen Text enthält. Dadurch ist sie leider so gut wie wertlos, weil ein Ereignis prophezeit wurde, nachdem es eingetreten war. Ich vermute auch, dass die Prophezeiung gezielt politisch missbraucht wurde, um einen Zusammenhang herzustellen zwischen der Bekehrung Russlands und dem Frieden.
Wir haben also beim zweiten Geheimnis vermutlich keine echte Vorhersage vor uns, sondern eine rückwirkende Interpretation einer älteren Vision mit propagandistischen Zielen.
So ist es unmöglich den Sinn und den ursprünglichen Wortlaut direkt aus dem Text zu rekonstruieren. Durch einige Fragmente im Text und durch den Vergleich mit anderen Visionen lässt sich der Zusammenhang grob erahnen. Ich vermute, dass es wohl eine Erwähnung des „Ostens“ gab, was als Russland uminterpretiert wurde. Und sicherlich ging es ursprünglich auch nicht um irdische Konflikte sondern um eine Polarität in der Seele jedes Menschen. Für den Menschen, der durch den Vorhang von der geistigen Ebene getrennt ist, ist das Wissen um diese höhere Welt verdunkelt, was hier durch die Nacht symbolisiert wird. Die Inspiration - das Licht in der Nacht - führt den Menschen durch diese Welt. Der Samstag als siebter Tag der Woche ist der Tag an dem Gott ruht und somit nicht mehr direkt eingreift. Das symbolisiert die Trennung von Gott und auch die Eigenständigkeit und den freien Willen des Menschen. Die Umkehr Russlands könnte etwas mit dem Umklappen in die obere (=östliche) Geistige Welt zu tun haben (vgl. Polsprung).
Das dritte Geheimnis – die Himmelsvision
Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken, und Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen verlöschten, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte: den Engel, der mit der rechten Hand auf die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief: Buße, Buße, Buße!
Der Engel mit dem Feuerschwert - der übrigens in Genesis 3,23 den Baum des Lebens bewacht – ist ein ganz deutlicher Hinweis, auf welcher Ebene wir uns hier bewegen. Es wäre also völlig falsch, die Aussagen des dritten Geheimnis als „irdische“ Ereignisse“ zu interpretieren.
Links oberhalb von „unserer Lieben Frau“ steht der Engel mit dem Feuerschwert. Zwischen dem Engel mit dem Feuerschwert und der Erde ist der Glanz und die Funken der Inspiration reichen nur bis zum Glanz. Die Frau steht uns gegenüber und somit ist ihre rechte Hand für uns auf der linken Seite. Von dort geht der Glanz aus.
Möglicherweise hat es eine Bedeutung, wenn von der linken und der rechten Hand die Rede ist. Rechts könnte „geben“ bedeuten und links „empfangen“. Rechts könnte aber auch eine „abwärtsgerichtete“ Kraft sein (hin zur Materie) und links eine „aufwärtsgerichtete“ Kraft (hin zum Geist).
Im Text ist leider nicht eindeutig erkennbar, ob der Engel mit dem Feuerschwert mit dem Buße-Engel identisch ist oder ob es zwei unterschiedliche Engel sind. Für die Kreuz-Struktur macht das jedoch kaum einen Unterschied.
Struktur mit nur einem Engel:
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Feuerschwert in der linken Hand des Engels |
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rechte Hand des Engels zeigt auf die Erde |
Engel im Glanz |
unsere liebe Frau zeigt mit rechter Hand auf den Buße-Engel |
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Welt |
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Wenn der Engel im Bild uns gegenüber steht ist seine rechte Seite für uns links und umgekehrt.
Struktur mit zwei Engeln:
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Engel (1) mit Feuerschwert in linker Hand |
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Buße-Engel (2) zeigt mit rechter Hand auf die Erde |
Glanz |
unsere liebe Frau zeigt mit rechter Hand auf den Buße-Engel |
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Welt |
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Der Buße-Engel würde also mit der rechten Hand über den Bauch nach links unten zeigen, denn anders geht dieses Bild nicht auf.
Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist: "etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen"
Hier haben wir eine Beschreibung von „Lichtwesen“ in Gott bzw. in der geistigen Welt. Die Position dieses ungeheueren Lichts wird leider nicht angegeben. Durch den folgenden Hinweis auf das Kreuz auf dem Gipfel kann man schließen, dass die ganze Szene in diesem Licht stattfindet.
einen in Weiß
gekleideten Bischof "wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater
war". Verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und
Ordensfrauen einen steilen Berg hinaufsteigen, auf dessen Gipfel sich ein
großes Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde.
Das Kreuz ist auf den „Gipfel“. Das ist ein weiterer Hinweis auf die höchste Ebene. Man kann daher vermuten, dass es sich um die gleiche Kreuz-Struktur handelt, die nun abstrahiert wird. Die Kleidung dieser Lichtwesen erinnert an die Gewänder von Ordensleuten und Bischöfen. Eine Person sticht dabei hervor und erinnert an den Papst.
Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine große Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen des großen Kreuzes nieder. Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen.
Wir befinden uns hier auf der geistigen Ebene und so müssen wir hier den Tod anders interpretieren, als wir es auf der irdischen Ebene tun würden. Es ist der Tod, der uns IN die materielle Welt bringt. Der „heilige Vater“ steigt auf, aber die anderen „Toten“ bedrücken ihn und so nimmt er erneut den „Tod“ auf sich und kehrt zurück in die Welt der Toten – also in unserer Welt. Hier haben wir das Motiv vom „Tod des Hochgestellten“ und ganz nebenbei haben wir hier auch einen deutliche Hinweis auf die „Wiedergeburtslehre“, auch wenn diese noch immer von der Kirche hartnäckig bestritten wird.
Hier ist also nicht
das Attentat auf einen Papst gemeint, sondern die Rückkehr einer großen Seele.
Diese Seele ist vom Leid der Seelen bedrückt und steigt ab in die Welt der
„Toten“ - also in die materielle Welt, in der wir „leben“.
Es ist schade, dass in der offiziellen Deutung des Vatikans nicht erkannt wird, dass es sich hier um eine Himmelsvision handeln und dass daher die Todes-Symbolik sehr „irdisch“ interpretiert wird somit leider vollkommen unverstanden bleibt.
Wir können das Symbol der Stadt übersetzen mit „Denkstrukturen“ bzw. „Denkmuster“ und die Zerstörung der Stadt mit einer Auflösung der Denkstrukturen. Jedes Mal wenn wir ein neues Leben beginnen, sind die Denkstrukturen aus der geistigen Welt für unser Tagesbewusstsein großenteils nicht mehr zugänglich – also in gewisser Weise sind sie in uns verschüttet wie die Ruinen alter Kulturen - und im Laufe des Lebens entstehen neue Denkstrukturen. In unserer Sprache gibt es einen intuitiven Zusammenhang zwischen „denken“ und „bauen“. So sprechen wir beispielsweise von Gedankengebäuden. Auch sprechen wir üblicherweise von den „Mauern im Denken“, wenn ein Mensch in seinen Denkstrukturen gefangen ist. Neben den Häusern und Mauern gibt es auch eine Analogie zwischen den Straßen und den Gedanken, wenn z.B. jemand auf ausgetretenen Wegen läuft oder in eine Sackgasse gerät. Wenn man eine Denkstruktur grafisch darstellt (wie z.B. den kabbalistischen Lebensbaum) so erinnert er an einen Stadtplan mit Wegen, Kreuzungen und Plätzen. Und heute gibt es z.B. den Begriff der Mindmaps, bei denen Gedanken in gewisser Weise auch „kartografiert“ werden.
Wenn man einem Kind ein Haus aus Lego-Steinen gibt, so kann es daran nicht bauen lernen, wenn es dieses Haus nicht zerstören darf. Erst durch die Zerstörung der vorgegebenen Struktur kann etwas Neues entstehen. Ebenso könnte der Mensch sicher nicht denken lernen, wenn er eine vorgegebene Denkstruktur mitbekäme. Erst durch die „Zerstörung“ der vorhandenen Denkstruktur können neue Gedanken entstehen – ebenso wie auf der Erde auch neues Leben nur durch den Tod des alten entstehen kann. Dogmatische Systeme, in denen an Denkstrukturen starr festgehalten wird, verhindern hingegen neues Denken und wirken diesem allgemeinen Schöpfungsprinzip entgegen. Das Eintauchen in die Welt der Materie wird auf der Ebene des Geistes wie ein Tod empfunden, weshalb die Menschen, die in der Welt der Materie gefangen sind, als die „Toten“ bezeichnet werden. Die Toten in der zerstörten Stadt passen also von der Symbolik sehr gut zusammen.
Unter den beiden Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte eine Gießkanne aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.
Die leidvoll gesammelten Erfahrung der Seelen, die den Weg in den „Tod“ schon auf sich genommen haben, steht auch denen zur Verfügung die ihn noch beschreiten. Hier wird eine Art kollektives Gedächtnisfeld beschrieben, das allen zur Verfügung steht. Die Gießkannen aus Kristall könnten ein Hinweis sein auf die kristall-klare Strukturierung der gesammelten Erfahrung.
Fatima und das Dreifachkreuz
Wenn wir aus den einzelnen Hinweise dieser uns anderer Visionen eine Gesamtstruktur rekonstruieren, so ergibt sich folgendes Bild:
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7 |
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Feuerschwert |
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3. Geheimnis |
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6 |
Hand zeigt zur Erde |
Glanz |
unsere liebe Frau |
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geistige Welt |
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5 |
Engel mit Gießkanne |
Nacht Licht in der Nacht |
Engel mit Gießkanne |
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4 |
(Verstand/Luft) |
Polarität |
(Emotion/Wasser) |
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2. Geheimnis |
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3 |
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Welt/Erde |
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seelische Welt |
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2 |
Trieb |
Mensch als Kohle |
Leid |
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1. Geheimnis |
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1 |
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(Schwert in der Erde) |
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materielle Welt |
Es handelt sich dabei um eine spiegelsymmetrische Darstellung vom Dreifachkreuz, also ein Dreifachkreuz, das uns gegenüber steht. In Klammern sind die fehlenden Positionen angegeben, die sich nicht direkt aus der Fatima-Offenbarung ermitteln lassen. Hinweise auf diese und ähnliche Strukturen finden sich auch in unterschiedlichen anderen Offenbarungen:
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Das Höhlengleichnis von Platon
- Die Smaragdtafeln des Hermes Trismegistos
- Die apokalyptische Frau aller Völker
- Jakob Lorber, das Dreifachkreuz und die Zukunft des Katholizismus
Weitere Aspekte des Prophezeiungsphänomens
Das
Kommunikationsmodell
In der physischen Welt sind wir so an Sprache und Schrift gewöhnt, dass es regelrecht schwer fällt, uns andere Formen der Kommunikation überhaupt auch nur vorzustellen. Aber wie „sprechen“ wohl die Wesen der geistigen Welt? Deutsch? Englisch? Latein? Sowohl unsere Sprache als auch die Schrift sind eindeutig Methoden, um Informationen über ein physisches Medium zu übertragen. Sprache und Schrift sind also Werkzeuge, die sich aus den Bedingungen der materiellen Welt ergeben. Unter anderen Bedingungen wäre konkret dieses Werkzeug weder sinnvoll noch notwendig.
Immer dann, wenn es uns schwer fällt, einen Gedanken in Worte zu fassen, merken wir, dass wir primär eigentlich gar nicht in Worten denken, sondern in Bildern, Symbolen, Strukturen, Empfindungen bzw. Bewertungen, ... Worte nutzen wir nur als eine Art Verpackung, um darin Ideen transportieren zu können. Bei der Sprache verpacken wir z.B. unsere Ideen so, dass wir sie mittels Schallwellen übertragen können. Bei Schrift verpacken wir die Ideen in Form von Zeichen, die wir auf Papier schreiben. Aber manchmal fällt es schwer, die passende Verpackung für eine Idee zu finden und so kommt es leider immer wieder zu Missverständnissen.
Könnte man das Bewusstsein zweier Menschen direkt „telepatisch“ koppeln, dann wäre es gar nicht notwendig, die Information mühevoll mittels Sprache und Schrift über die physische Ebene zu transportieren. Die Notwenigkeit zur Sprache und die damit verbundene babylonische Sprachverwirrung ergibt sich also erst aus der Trennung der Seelen in eigenständige Individuen. In höheren Wirklichkeiten mit einem geringeren Grad an Trennung und Individualisierung wird diese Notwendigkeit der Sprache immer geringer. So können wir auch nicht erwarten, dass wir aus diesen Ebenen Informationen mittels der uns gewohnten Sprachen erhalten, sondern die Information erreicht uns in Form von relativ abstrakten Bildern, Symbolen , Strukturen, Empfindungen, ...
Die Informationen aus der geistigen Welt treten also von einer anderen Richtung in unser Bewusstsein als die Informationen, die wir aus der physischen Welt erhalten. Wenn man folgendes Kommunikationsmodell annimmt, so kommt sprachliche Information von der physischen Ebene. Wir empfangen Schallwellen (Ebene 1 ) über unser Ohr (Ebene 2), erkennen darin Worte (Ebene 3) und verbinden damit bildhafte Vorstellungen (Ebene 4).
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7 |
Luft - Geistige Ebene –
Überbewusstsein |
Abstrakte Ur-Idee |
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6 |
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Ausformung der Ur-Idee |
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5 |
Vorhang |
Ausformung in eine symbolische Bilder-Sprache (abstrakte Bilder / Symbole) |
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4 |
Wasser - Seelische Ebene
-Bewusstsein |
nonverbale Abbilder der Wirklichkeit (konkrete Bilder/Vorstellungen) |
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3 |
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verbale Begriffe (Worte) |
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2 |
Erde - Physische Ebene –Körper |
Sprechen (körperliche Umsetzung der Worte in Schall) bzw.
Schreiben |
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1 |
(Außenwelt) |
Schall / Luftschwingungun bzw. Tinte auf Papier |
Bei Informationen aus der geistigen Welt geht der Informationsfluss von oben nach unten. Am Anfang steht eine „abstrakte Ur-Idee“ (Ebene 7), die in der geistigen Ebene ausgeformt wird (Ebene 6) und die schließlich als Inspiration in Form einer symbolischen Bilder-Sprache (Ebene 5) durch Empfindungen in unser Bewusstsein (Ebene 4) eindringt. Wenn wir diese Information jemandem anderen vermitteln wollen, dann müssen wir dafür Worte finden (Ebene 3) und durch Sprechen (Ebene 2) Luftschwingungen erzeugen (Ebene 1).
Falls jemand aus der Computer-Branche mit dem OSI-Referenzmodell vertraut ist, wird er sicher gewisse Ähnlichkeiten zu diesem Kommunikationsmodell erkennen können.
Wenn es bei Informationen aus der geistigen Welt zu einer sprachlichen Ausformung kommt, dann geschieht dieser Übersetzungsvorhang in Worte mehr oder weniger bewusst durch uns selbst auf den Ebenen 3 und 4.Sowohl beim Übersetzungsvorgang der symbolischen Bildersprache in die konkreten Bilder unserer Erfahrungswelt (Ebene 4), als auch bei der späteren Umsetzung in Worte (Ebene 3) schleichen sich jedoch immer wieder Fehler ein, weil immer auch eigene Interpretationen, Erfahrungen, Vorstellungen und Bewertungen mit eingebracht werden. Dennoch sind diese eigenen Erfahrungen und Vorstellungen beim Informationsfluss sogar absolut notwendig, damit überhaupt ein Informationsfluss stattfinden kann. Neue Ideen lassen sich schließlich nur vermitteln, wenn ein gewisser Baukasten an Ideen und Erfahrungen schon vorhanden ist.
Manche falsche Vorstellungen und Bewertungen können bei diesem Übersetzungsvorgang jedoch auch extrem hinderlich sein und den Informationsfluss vollkommen ausbremsen. So haben Ängste und falsche Erwartungshaltung in vielen Fällen dazu geführt, dass Offenbarungen über den Zyklus der Seele als zukünftige Katastrophen uminterpretiert wurden.
Fälschungen und Rückdatierungen
Wenn ein Ereignis bereits stattgefunden hat, ist es natürlich besonders einfach es zu prophezeien und so entstehen durch Rückdatierungen leider immer wieder Prophezeiungen, die eigentlich keine sind. (z.B. das zweite Geheimnis von Fatima)
Vermutlich ist auch die berühmte Papst-Prophezeiung des Melachias eine solche Rückdatierung.
Selbsterfüllende
Prophezeiungen
Manche Prophezeiungen treten überhaupt erst dadurch ein, dass jemand dabei etwas nachhilft bzw. dass jemand durch sein Verhalten die Erfüllung der Prophezeiung begünstigt. So können durch die Prophezeiung zukünftiger Konflikte mitunter auch Feindbilder entstehen, die schließlich die prophezeiten Konflikte und Kriege verursachen.
Die scheinbaren
Messias-Prophezeiungen
Viele Christen glauben, dass es im alten Testament etliche Hinweise auf das Erscheinen von Jesus gäbe und sehen darin die historische Sonderrolle von Jesus bestätigt. Die Wirklichkeit ist hier aber viel banaler. Die Evangelien wurden unter Berücksichtigung des Alten Testaments ganz bewusst so geschrieben, damit die „Schrift erfüllt werde“ und damit Jesus auf die Messias-Prophezeiungen passt. Dass die Evangelisten das alte Testament ganz eindeutig berücksichtigt haben, ergibt sich z.B. aus solchen Anmerkungen:
Mt 26,56 Aber das ist
alles geschehen, damit erfüllt würden die Schriften der Propheten.
Mk 14,49 Ich bin täglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehrt, und ihr
habt mich nicht ergriffen. Aber so muss die Schrift erfüllt werden.
Mk 15,27 Und sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und
einen zu seiner Linken. Da wurde die Schrift erfüllt
Joh 13,18 Aber es muss die Schrift erfüllt werden (Psalm 41,10): «Der mein Brot
isst, tritt mich mit Füßen.»
Joh 19,24 So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt (Psalm 22,19): «Sie
haben meine Kleid...
Joh 19,36 Denn das ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde (2. Mose
12,46): «Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.»
Und weil der Messias aus dem Hause David stammen musste, damit die Schrift erfüllt wird, so bekam Jesus in den Evangelien auch eine entsprechende Ahnenreihe, oder um genauer zu sein, die Evangelisten Lukas (Lk 3,23) und Matthäus (Mt 1.1) verpassten ihm gleich zwei unterschiedliche Ahnenreihen, die beide ausschließlich die männliche Abstammung beschreiben, aber weder von den Namen, noch von der Generationen zusammen passen.
Was bringt die Zukunft ? -
Krisenvorsorge
„Hier steh ich nun, ich armer Tor und bin so
klug, als wie zuvor. (Goethe Faust I)".
Durch die Beschäftigung mit der Bildersprache
der Mythen und Visionen habe ich zwar sehr viele interessante Dinge erfahren
über den Aufbau der Schöpfung, den Sinn des Lebens und über das verschollene
Wissen der antiken Mysterienschulen. Aber wie nun konkret die Zukunft wird,
dass kann ich trotz aller Prophezeiungen und Visionen nicht beantworten. Ich
kann nur mit ziemlicher Sicherheit ausschließen, dass sich das konventionelle
Prophezeiungs-Szenario tatsächlich erfüllen wird, denn die meisten der darin
eingearbeiteten visionären Motive gehören als „missverstandene Offenbarungen“
zu einem andern Themenkomplex, der nichts mit kommenden Kriegen und
Naturkatastrophen zu tun hat.
Einige wenige prophetische Aussagen mögen
eventuell tatsächlich Zukunftsvisionen sein. Es dürfte jedoch unmöglich sein,
diese Aussagen vor ihrem Eintreffen eindeutig und sicher von anderen Aussagen
zu unterscheiden, die nicht eintreten werden.
Völlig unabhängig von allen Prophezeiungen
sehe ich durchaus das Risiko einer schweren und globalen Wirtschaftskrise und
die Gefahr kriegerischer Auseinandersetzungen, weil unsere wachstumsorientierte
Wirtschaftsordnung irgendwann zwangsläufig an ihre Grenzen stoßen wird. Daraus
lässt sich jedoch kein konkretes Szenario ableiten. Daher sollte sich auch die
persönliche Krisen-Vorsorge an möglichst allgemeinen Kriterien orientieren, so
dass die Vorsorge nicht vollkommen versagt, falls das Szenario etwas anders
kommt als erwartet.
Solche allgemeinen Kriterien könnten z.B. sein:
- Leben ohne finanzielle Einkünfte oder nur mit geringen Einkünften
- Leben ohne Strom, Wasser, Gas, Telefon, Ersatzteile
- Leben ohne Einkaufsmöglichkeiten (kurzfristig/langfristig)
- Leben ohne medizinische Versorgung
- staatliche, wirtschaftliche und kulturelle Verschärfungen / härtere Gesetze
- Verrohung, Terrorismus, Plünderungen
- Zerstörung von Eigentum
- Flucht im Nahbereich (befristete Probleme vor Ort)
- Flucht im Fernbereich
- Überleben unter "Camping-Bedingungen"
- Atom- oder Chemie-Unfall
- Bombardierungen
- Naturkatastrophen (z.B. Sturmschäden oder Überschwemmungen)
Entsprechend sollte die allgemeine Krisenvorsorge folgende Maßnahmen umfassen:
- keine Schulden, keine Zahlungsverpflichtungen und ein finanzielles Polster
- nutzbare Gartenfläche für Anbau von Gemüse (Samen!)
- leichte Ausstattung für Wandern und Camping, Fahrräder
- bequeme und strapazierfähige Kleidung
- Ofen für Holzfeuerung, Streichhölzer, Brennmaterial, Kerzen, ...
- Wasservorrat (z.B. aufblasbares Kinderplanschbecken)
- Werkzeug, das auch ohne Strom funktioniert
- Bretter zum Abdichten der Fenster, Planen zum Abdecken des Dachs
- Verbandskasten, Schmerzmittel, Medikamente, Brillen, ...
- notwendige medizinische Behandlungen und Operationen nicht aufschieben
- eine gewisse Reserve an Nahrungsmitteln (Konserven)
- Radio (Weltempfänger) mit Batteriebetrieb, Ladestation für Akkus
- evtl. Notstrom-Aggregat
- Verabredungen für den Krisenfall, Treffpunkt, Verstecke
- unterschiedliche Szenarien in Gedanken durchspielen und Checklisten anfertigen
- Literatur: Erste Hilfe, Heimwerker-Ratgeber, Selbstversorgung, Pflanzenbestimmungsbücher, Heilpflanzen
Natürlich sollte man schon flüchten, wenn es "akute und konkrete Gefahren" am Ort gibt, aber bei den meisten Szenarien ist Flucht eine der schlechtesten Lösungen, denn damit gibt man sehr vieles auf, was durchaus lebenswichtig sein kann:
- Ortskenntnisse
- Freunde und Bekannte
- Ein Dach über dem Kopf
- Werkzeug und Konserven
- Garten als Anbaufläche
- eventuell Sprachkenntnisse (z.B. bei einer Flucht ins Ausland)
Links zum Thema
Prophezeiungen:
Diskussionsforum
"Mythen und Visionen" von Elias
Prophezeiungen zur Zukunft Europas – von Stephan Berndt
Wk3.net von Karl Leopold von Lichtenfels (Checkliste von KLL)
Themenwoche Fatima
von Narada
http://domfree.de/biw-themen/Fatima_Web/
von Narada